Schutzdienst

 

Bei der Ausbildung von Schutzhunden wird der vorhandene Spieltrieb des Hundes ausgenutzt. Er "jagt" seine Beute und lernt im Laufe der Ausbildung trotz riesiger Verlockung den Kommandos seines Herrchens zu folgen.

Entscheidend für diese Disziplin ist das Wesen des Hundes. Ausgeglichenheit, Nervenstärke, Selbstbewusstsein und Mut sind die Grundvorraussetzungen.

Auch der Schutzdienst wird wie die Unterordnung in einzelne Disziplinen aufgeteilt und wird mit jeder Prüfungsstufe (IPO 1 bis IPO 3) etwas anspruchsvoller.

 

IPO 1

  • Revieren nach dem Helfer
  • Stellen und Verbellen
  • Verhindern eines Fluchtversuchs des Helfers
  • Abwehr eines Angriffs aus der Bewachungsphase
  • Angriff auf den Hund aus der Bewegung

IPO 2

  • Revieren nach dem Helfer
  • Stellen und Verbellen
  • Verhindern eines Fluchtversuchs des Helfers
  • Abwehr eines Angriffs aus der Bewachungsphase
  • Rückentransport
  • Überfall auf den Hund aus dem Rückentransport
  • Angriff auf den Hund aus der Bewegung

IPO 3

  • Revieren nach dem Helfer
  • Stellen und Verbellen
  • Verhindern eines Fluchtversuchs des Helfers
  • Abwehr eines Angriffs aus der Bewachungsphase
  • Rückentransport
  • Überfall auf den Hund aus dem Rückentransport
  • Angriff auf den Hund aus der Bewegung
  • Abwehr eines Angriffs aus der Bewachungsphase

Revieren nach dem Helfer

Bei dieser Übung "sucht" der Hund in verschiedenen Verstecken nach dem Helfer. Je nach Prüfungsstufe müssen 2 bis 6 Verstecke kontrolliert werden. Die Verstecke stehen an den Längsseiten des Übungsplatzes. Der Hund wird im Zickzack zu den einzelnen Verstecken geschickt, während sich der Hundeführer auf der gedachten Mittellinie des Hundeplatzes bewegt.

 

Stellen und Verbellen

Wenn der Hund des Helfer findet, muss er diesen stellen und verbellen. Er darf nicht einfach beissen. Der Hund muss den Helfer solange bewachen, bis sein Herrchen eintrifft und den Hund abholt oder abruft.

 

Verhindern eines Fluchtversuchs des Helfers

Der Helfer tritt aus seinem Versteck heraus und der Hund wird in der Nähe des Helfers abgelegt.

Während der Hundeführer nun das Versteck untersucht, unternimmt der Helfer einen Fluchtversuch. Der Hund muss diesen Fluchtversuch vereiteln. Bleibt der Helfer wieder ruhig stehen muss der Hund eigenständig oder auf Kommando seines Hundeführers auslassen.

 

Abwehr eines Angriffs aus der Bewachungsphase

Der Hund hat den Helfer nun wieder zubewachen.

Dieser unternimmt nun einen Angriff auf den Hund und schlägt diesen 2 mal mit einem Softstock.

Der Hund hat sich den Stockschlägen gegenüber gleichgültig zu zeigen. Der Helfer stellt seinen Angriff dann ein und wird erneut vom Hund bewacht.

 

Rückentransport

Beim Rückentransport geht der Helfer ca. 5 Schritt vor dem Hundeführer und seinem "bei Fuß" laufenden Hund her.


Überfall auf den Hund aus dem Rückentransport

Nach einigen Schritten des Rückentransportes unternimmt der Helfer einen Überfall auf Hund und Hundeführer. Der hund hat diesen Überfall durch Anbiss zu vereiteln.

 

Angriff auf den Hund aus der Bewegung

Der Helfer geht / läuft je nach Prüfungsstufe aus einem Versteck quer über den Platz. Auf der Mittellinie dreht er sich und läuft frontal auf den Hund zu.Er gibt Vertreibungslaute und drohende Bewegungen von sich. Wenn er noch ca. 60 Schritte vom Hundeführer und Hund entfernt ist, schickt der Hundeführer seinen Hund los um den Angriff anzuwehren. Der Helfer bleibt wieder kurz stehen und macht dann je nach Prüfungsstufe eventuell nochmal einen Angriff aus der Bewachungsphase.

 

 

Zum Abschluß wird der Hund im Seitentransport abgeführt.